Piano plus…
Erscheinungsdatum: März 2010
“L’abbaye” wird die Einrichtung schlicht von unseren luxemburgischen Nachbarn genannt, “die Abtei“, und jeder weiß, welche ehemalige Kircheneinrichtung damit gemeint ist: Wer so spricht, der bezieht sich auf die (ehemalige) Abtei Neumünster im Stadtteil Grund der Hauptstadt des Großherzogtums. Bis 1980 war es nicht sonderlich verlockend, in diese Gemäuer einzukehren, dienten sie doch über 100 Jahre als Männergefängnis. Doch als diese Strafanstalt aufgegeben worden war, wurde die historische Anlage mit großem Aufwand restauriert und modernisiert. Der Charme von altem Stein wurde so mit der Leistung neuester Technologie vermählt. Heute beherbergt der Gebäudekomplex, der nicht nur die ursprüngliche alte Abtei, sondern auch zwei weitere großräumige Gebäude umfasst, den Kulturtreffpunkt Neumünster, das „Centre Culturel de rencontre Abbaye de Neumuüster“ (von diesem Namen ergibt sich auch die Internetadresse www.ccrn.lu). Hier werden alle Sparten der schönen Künste bedient. Neben wechselnden Ausstellungen, Theater und Konferenzen gibt es zum Beispiel ein umfangreiches Musikprogramm. „Les Apéros‘ Jazz“, das Jazzfrühschoppen am Sonntagvormittag ist bereits legendär, aber auch klassische Konzerte oder Singer-Songwriter sind in der Abtei Gerne zu Gast.
Für die Reihe „Piano plus…“ bedient man sich einer besonderen Idee: Die Leerstelle im Titel wird nämlich jedes Mal durch ein anderes Instrument gefüllt. So entstehen immer neue Konstellationen, in denen die Mittel des Pianos auf unterschiedlichste Weisen ausgelotet werden. Gesang, Trompete, Schlagzeug, Elektronik – der Möglichkeiten gibt es viele, der Bogen wird weit gespannt, und vielfältig und spannend werden die Ergebnisse sein.
Piano plus
... Vocals
Christof Stiefel ( Klavier ) –
Lisette Spinnler ( Vocals )
Das Duo Christof Stiefel und Lisette Spinnler ist erstmals 2008 zusammen aufgetreten. Die spätmittelalterliche Kompositionstechnik der Isorhythmie wirkte
anregend auf den Pianisten und Komponisten Christof Stiefel, der als Pianist rhythmische Grenzbereiche zu erkunden begann. Seine Musik zeugt von Eigenständigkeit, die sowohl interessante Aspekte des Komponierens als auch die wichtigsten Elemente der Improvisation beinhaltet: Virtuosität und spielerische Freiheit sind sein Markenzeichen. Lisette Spinnler verleiht Standards durch ihre eigenwillige Interpretation eine frische, neue und spontane Note. Eigene Songs überzeugen durch Tiefe, Intimität und Intensität, die zusammen mit der Ausdrucksstärke und Bühnenpräsenz von der Fachwelt gelobt werden. (26 Februar, 20.30 Uhr)
... Drums
Baptiste Trotignon ( Klavier ) –
Aldo Romano ( Schlagzeug
Baptiste Trotignon ist als Pianist zwischen einer institutionellen klassischen und einer autodidaktischen Jazzausbildung groß geworden. Seine melodische Intensität hat er entwickelt, als er als junger Korrepetitor an der Oper von Nantes Sanger begleitete. Aldo Romano kann als Stilbildner am Schlagzeug bezeichnet werden und hat sich in seiner 40jahrigen Karriere nie verbogen. Ob Bebop, Freejazz, Jazzrock oder Worldmusic: Wo Aldo draufstand, war immer auch Aldo drin. Der heißblütige, emotionale und vogelfreie Italiener, den eine tiefe Sehnsucht nach dem finalen Glück treibt. ( Jazzthing, 2005 ) (3. März, 20.30 Uhr)
... Trumpet
Antonello Salis ( Klavier, Akkordeon ) –
Fabrizio Bosso ( Trompete )
Der sardische Pianist und Akkordeonist Antonello Salis benötigt nicht vorgestellt zu werden. Handelt es sich doch um einen wahren Ausnahmekünstler, ein Autodidakt, der sowohl vom Rock als auch vom Jazz angezogen wird. Im Duo mit dem Trompeter Fabrizio Bosso verleiht er dieser Vision einen besonderen Ausdruck. Denn auch Fabrizio Bossos Musik ist vor allem von Leidenschaft gekennzeichnet. Das erkennt 2007 auch das renommierte Label Blue Note, bei dem er mit „You’ve changed“ sein Debut feiert. Seine Musik schöpft ihre Einzigartigkeit vor allem aus der Kreativität und Eigenständigkeit, sowie seiner technischen Virtuosität und der
individuellen Tonbildung. (5. März, 20.30 Uhr)
... Drums
Momentum: Dimitar Bodurov ( Klavier ) –
Jens Düppe ( Schlagzeug & Elektro )
Momentum ist das Ergebnis eines achtjährigen Erfahrungsaustausches zwischen Dimitar Bodurov und Jens Duppe, wodurch sie einen hohen Grad an gegenseitigem musikalischem Verständnis entwickeln konnten. Der rohe Sound Bulgarischer Folklore trifft auf den sensiblen Umgang mit Europäischer Jazz Tradition. Bodurov und Duppe bilden ein enges, musikalisches Geflecht, welches die Gegenwart jedes weiteren Instruments überflüssig macht. Momentum heißt auch „instant composing“ was soviel bedeutet wie Komponieren durch Improvisieren, auf spielerische Art und Weise. (24. März, 20.30 Uhr)
Alle Konzerte der Reihe „Piano plus…“ finden im Saal Robert Krieps statt.
www.ccrn.lu
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