Die Schönheit von Eifel und Ardennen fasziniert Künstler seit rund 200 Jahren. Von Düsseldorf aus, wo an der dortigen Kunstakademie die Förderung der bis dato wenig angesehenen Landschaftsmalerei begann, zogen junge Maler in die vermeintlich unwirtliche Natur, um draußen, direkt vor dem Motiv zu arbeiten. Ihnen sollten etliche Generationen folgen.
Die Zusammenschau von rund 140 Gemälden aus der Zeit vom Ende des 18. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert im Stadtmuseum Simeonstift Trier zeugt nun vom landschaftlichen Reichtum und urtümlichen Reiz der heimatlichen Region. Zu den Vorreitern der Düsseldorfer Landschaftsmaler zählen Johann Wilhelm Schirmer und Carl Friedrich Lessing. Eine künstliche Überhöhung und Idealisierung mediterraner Gegenden lehnten sie ab, stattdessen durchwanderten und malten beide die heimatliche Natur.
Die Sonderschau im Stadtmuseum Simeonstift Trier zeigt erstmals die geografisch zusammengehörende Region von Eifel und Ardennen in einer gemeinsamen Ausstellung. Die grenzüberschreitende Schönheit der Natur und ihre Entdeckung durch die Künstler stehen dabei im Mittelpunkt. Einsam gelegene Kapellen, urtümliche Gehöfte und imposante Burganlagen finden bis heute ebenso Beachtung in der Kunst wie eindrucksvolle Naturphänomene – wie beispielsweise hoch aufragende Felswände oder das intensiv blühende berühmte „Eifelgold“ (der Ginster). Auch das Wetter ist in den Gemälden Thema, wenn windgepeitschte Bäume, krumme Sträucher oder der alles unter einer hellen Schneeschicht verdeckende Winter dargestellt werden. Das Spektrum reicht vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert hinein, von romantischer Verklärung bis zur sachlich-nüchternen Dokumentation.
www.museum-trier.de