3./4. September – Andernach-Kell
Seien wir einmal ganz ehrlich: Die Teilnehmer des Mofarennens Kell müssen schon eine kleine Portion Wahnsinn mit auf die Piste bringen. Das meine ich gar nicht abwertend, sondern mit voller Anerkennung. Denn im eigentlichen Sinne normale Menschen würden sich nicht auf die legendären hochgezüchteten Mofas setzen und im Wettstreit gegeneinander antreten. Manche der Fahrzeuge spottet der Kategorisierung regelrecht – kein Mofa, das diesen Namen dem Gesetz nach verdient, fährt 80 km/h; dies ist (fast) nur beim Mofarennen in Kell der Fall.
Als Zuschauer muss man einfach von diesem Übermut angesteckt werden. Das ist ursprünglicher Motorsport: Selbst an der Maschine schrauben, selbst auf die Strecke! Um 15:00 Uhr wird das Teilnehmerfeld im Le Mans Start ins Rennen geschickt. Das auf 65 Teams begrenzte Starterfeld mit bis zu 3 Fahrer / Team wird dann 3 Stunden auf einem abgeernteten Weizenfeld Runde um Runde mit frisierten Mofas drehen, um in einem sportlichen und fairen Wettstreit einen würdigen Sieger zu ermitteln. Man darf also auf packende Duelle gespannt sein.
Die Veranstaltung, die in den vergangenen Jahren stets über 3.000 Zuschauer begeistert hat, ist mittlerweile zu eine der größten Motorsportveranstaltungen der Region, abseits des Nürburgrings herangewachsen. Für die Zuschauer heißt dieses Wochenende: Vor, während und nach den Rennen Party und Fun. Nach der Siegerehrung im Festzelt steigt die große After Race Party mit Live Musik der Rockgruppe „Antunacum Rock“. Das Premium-Gold-Ticket für das ganze Wochenende kostet Null Euro, mit Familienrabatt noch einmal 30 % billiger.
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