Raversbeuren - 30. Juli bis 1. August
Erkundigt man sich über die Festivals dieses Jahres, so stößt man auf Orte, die man ohne fremde Hilfe niemals auf der Landkarte gefunden hätte, beispielsweise Raversbeuren. Mitten im Hunsrück gelegen, direkt neben dem Flughafen Hahn, befindet sich der Ort im Niemandsland zwischen Trier und Koblenz. Ganze 130 Einwohner sind für Raversbeuren verzeichnet – so viele Menschen befinden sich an einigen Abenden in meiner Stammkneipe!
Aber bekanntlich zählen bei Festivals andere Kriterien. Da ist es bisweilen eher von Vorteil, wenn der Veranstaltungsort ein wenig abgelegen liegt – so kommen sich campende Festivalbesucher und Ordnungskräfte weniger in den Weg. Und wenn man sich auf ein dreitägiges Festival voller Rock- und Alternative-Musik einrichtet, dann ist es auch ziemlich egal, ob der nächstliegende Ort ein Einkaufszentrum und ein Museum für angewandte Abneigung hat – Hauptsache, die Bands taugen etwas! Zum Lott-Festival werden immerhin 7000 Besucher erwartet – das macht über 50 Gäste pro Einwohner! Die Bands werden noch nicht aus der internationalen A-Liga rekrutiert, aber das kann ja noch werden. Auf den ersten Blick sind Baby Woodrose meine Favoriten: Der Bandname entlehnt sich der Hawaiianischen Holzrose, einer psychoaktiven Droge, und so klingt die Band dann auch: „Im musikalischen Schattenreich der internationalen Beatkeller irgendwo zwischen Monster Magnet und Bevis Frond hin und her oszillierend - groovy Psychedelicrock at its best“ urteilt laut.de.
Weitere Gruppen: Fat-X, Mutiny On The Bounty, Mary Greenwood, Black Rust, Crazy Crizzy & The Crizzly Beers.
www.lott-festival.de