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Horizonte-Festival

 

Mit der Festung Ehrenbreitstein hat das Horizonte-Festival eine Location, die sich, eigentlich unüblich für massive Steinbauten, ständig verändert. In diesem Jahr muss man auf die Bauarbeiten der allgegenwärtigen BUGA reagieren und das Festivalgelände entsprechend anpassen.


Koblenz, Festung Ehrenbreitstein - 30. und 31. Juli

 Aber man hat es auch in diesem Jahr geschafft, zwei Bühnen zu etablieren, die sich akustisch nicht ins Gehege kommen (vor zwei Jahren stand ja nur eine Bühne zur Verfügung). Und wenn man sich das Terrain schon mit dem touristischen Großereignis des nächsten Jahres teilt, dann kann man auch in diesem Jahr auf ungeahnte Weise davon profitieren: Da baustellenbedingt an der Festung selbst kein ausreichender Platz für Bustransfer besteht, werden alle Besucher über die nagelneue Seilbahn von der Koblenzer Altstadt auf die Festung transportiert!
Beim Programm hat man in diesem Jahr auch wieder Wert darauf gelegt, eine möglichst große Vielfalt abzudecken. „Wenn die Zuschauer 80 % der Bands nicht kennen, haben wir unser Ziel erreicht“, so der Organisator. So gibt es auch ausdrücklich keinen thematischen Schwerpunkt. So ist es auch schwer, die eine Band der anderen vorzuziehen, indem man behauptet, sie sei „Headliner“, zumal man sich von Seiten des Veranstalters noch nicht auf eine Reiehnfolge geeinigt hat.

Darum zunächst ein kleiner Überblick:

Freitag:
- 17 Hippies: Traditionelle Musik aus Osteuropa, Frankreich und Amerika wird mit eigener Berliner Prägung versehen. Der Sound der Hippies: witzig, spritzig, tanzbar.

- Fanfare Ciocârlia: Highspeed-Blasmusik as Rumänien, die einigen durch ihre Titelmusik zu Fatih Akins Film „Gegen die Wand“ bekannt sein dürfte. TANZMUSIK!!

- Hanggai singen über mongolische Robin Hoods, mixen Throatsinging mit Rock Elementen und kleiden sich wie Männer aus der Steppe, obwohl sie in der von Menschen wimmelnden Metropole Peking leben.

- Maryam Akhondy & Banu: Der Frauenchor Banu (das persische Wort für „vornehme Dame“) singt traditionelle persische Frauenlieder, von Maryam Akhondy über Jahre zusammengetragen und in eine für den Chorgesang geeignete Form gebracht: Arbeiterinnen-, Hochzeits-, Wiegen- und Trauerlieder – weltweit einzigartig. In ihrer Heimat dürfen die Damen nicht auftreten!

- Alessandro Penezzi ist ein hervorragender Gitarrist aus Sao Paulo. Neben den Einflüssen von Baden Powell, Edu Lobo und Egberto Gismonti, die man in seinem Spiel wiedererkennt, zeigt Alessandro mit einer unglaublichen Agilität und Sensibilität seine musikalische Persönlichkeit als einer der besten brasilianischen Gitarristen.


Samstag:
- El puchero del hortelano: Hier treffen sich Flamenco, Rumba, Pop, Rock und Funk zu einem Stelldichein. Eine junge spanische Band aus Barcelona, die man nicht aus den Augen lassen sollte.

- Watcha Clan: Die Band entfesselt mit zwei Gitarren, einem Kontrabass, Harmonium, Keyboards, Schlagzeugresten, Querflöte und Gesang ein Live-Gewitter aus Drum'n'Bass, arabischen und jüdischen Melodien, Hip Hop, Dub und Reggae. Und das mit nur noch 4 Musikern!

- Oquestrada sind eher dem Folk-Rock als der Weltmusik zuzuordnen. Sie können ebenso auf Rockfestivals spielen wie auf Weltmusik Events. Sie spielen ohne Schlagzeug, entwickeln aber einen unerhörten Drive, geprägt durch die charismatische Sängerin MIRANDA.


- Forró in the Dark: Zahlreiche europäische Ingredienzien finden sich im „Forró“, von Polka, Klezmer bis hin zur Musik der Sinti und Roma. Das tragende Instrument ist eine Sanfona, eine kleine Knopfgriff-Handharmonika, die mit einer Konzertina vergleichbar ist.

- EeS ist als einziger Weißer ist er in Namibia ein Star des Kwaito – der populären Ghettomusik im südlichen Afrika. Er hat ein bisschen was von Reggae, ein bisschen was von Hip-Hop – der dazugehörige Tanz sogar ein bisschen was von Riverdance.

- The Afro Cuban All Stars
Die Afro Cuban Allstars ist ein Musikprojekt des Son Musikers und Gründer der Band Sierra Maestra, Juan de Marcos González. Heute sind die Afro Cuban Allstars ein Vier-Generationen-Projekt, deren Alter zeitweise von 13 bis 81 reichte. 

Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest.

Nicht als Teil des Festivals (also nicht in der Festivalkarte enthalten) spielt außerdem am Sonntag Eliades Ochoa & Grupa Patria vom Buena Vista Social Club.

Ausführliche Infos unter: 

www.horizonte-festival.de 



 
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